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Ernährung

Auch die unterschiedlichen Futteransprüche verdienen unbedingte Beachtung, will man nicht Sommerekzem und Mangelerscheinungen oder Verfettung und Hufrehe oder gar tödliche Koliken riskieren!

Ob Ihr Pferd richtig gefüttert wird, können Sie relativ gut an Fell, Langhaar und Hufen erkennen: Erscheint das Haar stumpf, glanzlos struppig oder hat gar kahle Stellen, und/oder sind die Hufe schlecht oder deformiert, geht es Ihrem Pferd nicht gut!

In diesem Fall sollten Sie die Blutwerte überprüfen lassen, um die Mängel gezielt ausgleichen zu können.

Wenn jedoch ein glänzendes Fell über guten Muskeln liegt, und getrockneter Schlamm fast von alleine aus dem Fell bröselt, und die Hufe glatt und hart sind, bekommt Ihr Pferd bestimmt das richtige Futter.

Aber nicht nur die Qualität des Futters, auch die Art der Futteraufnahme verdient Beachtung:

Pferde sind, da sie nur von schwerverdaulichem Gras und Kräutern leben, auf eine große Menge Futter angewiesen, um ihren hohen Nährstoffverbrauch und Energiebedarf zu decken.

Da sie aber einen (im Verhältnis zum restlichen Verdauungsapparat) sehr kleinen Magen haben, und auch nicht wiederkäuen, sind sie gezwungen, fast die ganze Zeit mit Fressen zu verbringen.

Sie kennen daher nicht, wie wir, ein Hungergefühl, das relativ schnell durch gehaltvolle Nahrung befriedigt werden kann, und dann dem Gefühl der Sättigung Platz macht.

Sie haben vielmehr ein ständiges Bedürfnis, zu knabbern, zu kauen, und zu schlucken, um sich satt zu fühlen.

Werden sie jedoch daran gehindert, indem man ihnen hochdosiertes Kraftfutter verabreicht und Heu oder sauberes Stroh daher nur in geringer Menge bereitstellt, wird sich das Pferd bald unbefriedigt fühlen.

Es wird beginnen, Holz oder gar Mähne oder Schweif anderer Pferde zu beknabbern und am Ende trotz seines Ekels das schmutzige Stroh oder gar seine eigenen Exkremente zu fressen.

Nimmt dieser Zustand schlimmere Ausmaße an, und kommt Langeweile dazu, beginnen viele Pferde „Unarten“ zu entwickeln.

Sie fangen an Luft zu schlucken, das sogenannte „Koppen“, wodurch Magen, Luft- und Speiseröhre, sowie Kehlkopf Schaden nehmen können.

Achten Sie also darauf, dass Ihr aktives Sportpferd oder ein schwerfuttriges, evtl. älteres Pferd eiweiß- und energiereiches Heu „satt“ bekommt und die Mengen an Zusatzfutter, die es benötigt, evtl. Mängel auszugleichen, damit es nicht deutlich in seiner Leistungsfähigkeit nachlässt oder unterernährt, kraftlos und krankheitsanfällig wird.

Sollten Sie hingegen ein leichtfuttriges Pferd oder Pony Ihr Eigen nennen, das weniger Leistung erbringen muss, so stellen Sie ihm möglichst strukturreiches, energie- und zuckerarmes Raufutter (Heuschnitt von ungedüngten, artenreichen Wiesen nach der Blüte) zur Verfügung.

Ergänzen Sie auch hier die Ernährung gegebenenfalls mit abgestimmten Mineralfutter- und Vitaminpräparaten.

Leicht verdauliches Futter wie Kraftfutter, Öle, Zucker, Melasse, ... wird sofort im Magen abgebaut, was in größeren Mengen zu einer Übersäuerung führen kann, was die im Dünndarm angesiedelten zellulose verdauenden Mikroorganismen tötet.
Dies begünstigt Hufrehe, Kotwasser, Koliken, Pilzinfektionen und kann auch bewirken, dass das Pferd kaum noch die Zellulose verdauen kann - es "verhungert" also trotz ausreichendem Heu und Stroh und großen Mengen an Kraftfutter.

Daher ist es am Besten das Kraftfutter über drei oder sogar fünf Mahlzeiten bis zu 200 oder 300 Gramm am Tag verteilt zu geben.

Außer der richtigen Ernährung ist auch das richtige Maß an Bewegung notwendig, um die Gesundheit zu erhalten; - das gilt für Pferde ebenso wie für Menschen.


Pferde sind - im Gegensatz zu Kühen und anderen Wiederkäuern - Dauerfresser.
Das bedeutet, sie müssen fast permanent Futter zu sich nehmen.

Das Sättigungsgefühl erreichen sie nicht bei Magenfüllung, sondern durch genügend Kaubewegungen. Es ist also dafür zu sorgen, dass Pferde beim Fressen nicht das Maul zu voll nehmen können sondern gründlich und ausgiebig kauen müssen.

Außerdem ist wichtig, dass die Pferde beim Kauen eine möglichst niedrige Kopfhaltung haben. Bei höherer Kopfhaltung verschiebt sich der Kiefer ungünstig und die Zähne nutzen sich falsch ab, so dass sich Haken bilden...

Ein weiterer Punkt ist auch, dass Pferde garnicht vertragen, nur zwei oder dreimal gefüttert zu werden und dazwischen Pause zu machen.

Wenn Pferde längere Fresspausen haben, stirbt während dieser Zeit ein Teil der Darmflora ab. Diese ist jedoch zur Verdauung nötig.
Das führt zu einer sehr schlechten Futterverwertung und Abmagerung des Pferdes.
Bei der nächsten Fütterung bewirkt dann der enorme Hunger, dass die Pferde schnell und gierig fressen, was zu schlampigem Kauen, evtl. zu Schlundverstopfung, aber fast sicher zu aufgeblähten Bäuchen - "Heubauch" - führt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass Pferde sehr negativ auf einen hohen Zuckergehalt im Futter reagieren.
Nicht nur die Hufqualität leidet darunter, sie setzen auch viel Fett an, entwickeln verschiedene Stoffwechselstörungen und werden krank.
Leider findet sich in vielem, was wir unseren Pferden anbieten, Melasse - reines "Gift" für unsere Lieblinge.

Auch Gras kann viel Zucker (Fruktan) enthalten, was dann leicht Hufrehe auslösen kann oder bei geringeren Ausmaßen für Fühligkeit und schlechte Hufqualität verantwortlich ist.
Vor allem, wenn die Sonne scheint, aber die Temperaturen niedrig sind, wird es gefährlich.

Mehr hierzu: Weide/Fruktan

und hier gibts auch nochmal kurz zusammengefasst einen guten Artikel:
keep-it-natural

...weiteres folgt...

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