naturhufe

> Quarter mit Hufeisen

Die Folgen von Beschlag... I

Es handelt sich hier um einen 7jährigen Quarterwallach. Er ist bereits seit 5 Jahren durchgehend beschlagen und realtiv weit ausgebildet.

Die Fotos wurden mir freundlicher Weise von einer Bekannten zur Verfügung gestellt, die jedoch ungenannt bleiben will...

Man sieht ganz deutlich, welch schlimme Auswirkungen der Beschlag in diesem Fall schon hatte.

















Der Huf würde bei Belastung nach hinten kippen, wenn das Eisen nicht verlängert wäre. Was das für Folgen für die Sehnen und die Rittigkeit hätte, brauche ich wohl nicht zu sagen.
Die verlängerten Eisen kaschieren diese extreme Fehlform des Hufes, verlängern die Standfläche wieder, das Pferd kann wieder laufen und weiter genutzt werden, obwohl seine Hufform dies normalerweise nicht zulassen würde!

Aber anstatt die krankhafte Form der Hufe zu kurieren, wird nur das Symptom überdeckt, die Ursache für die Form aber immer weiter verstärkt.

...und jetzt von unten: Erst mal der linke Vorderhuf:


...und noch deutlicher hinten links. Das Pferd hat Sliding-Eisen drauf, also Eisen, die besonders gut gleiten, damit eine spezielle Übung aus der Westernreiterei noch spektakulärer ausgeführt werden kann.
Wie sinnvoll so etwas ist, sei dahingestellt.
Wenn allerdings das Eisen so schief auf einem dermaßen verformten Huf aufgenagelt ist, und der Huf dadurch sowieso schon eine zehenweite Stellung hat, wird das Pferd beim Sliden wahrscheinlich nach außen grätschen.
Das ist dann auch noch besonders schädlich auf das Becken und eine Menge Sehnen und Muskeln, die so ziemlich heftig falsch belastet werden...


Ich hoffe, der kleine Quarter wird bald anständig auf barhuf umgestellt und kann seine Füße auskurieren...


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