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DISINFIN

DISIFIN, basierend auf dem Wirkstoff Chloramin-T, ist zwar eine Chlorverbindung, doch zusätzlich
zur Wirkung von herkömmlichen Chlordesinfektionsmitteln, die Chlor kontinuierlich abspalten,
greift DISIFIN die Peptidbindung der Eiweisse chemisch direkt an, wenn das komplette Wirkstoff-
molekül mit einem Mikroorganismus (Virus, Bakterium, Pilze und Hefen) in Kontakt tritt.

Eine sofortige Abspaltung des Chlor-Moleküls erfolgt erst bei direktem Kontakt mit der Amino-
gruppe der Eiweissstruktur. Ist dann das Chlor abgetrennt worden, wird im zweiten Schritt weiterhin,
entgegen der Wirkungsweise von Chlordesinfektionsmitteln, 1 mol nascierender Sauerstoff (O nasc.)
abgespalten, der wiederum die Aminogruppe angreift.

Durch diesen bifunktionellen Reaktionsmechanismus, werden die Eiweissketten irreversibel
zerbrochen. Deshalb ist eine Resistenzbildung ausgeschlossen. Die Mengen an freiem Chlor, die in
einer wässrigen DISIFIN Lösung vorkommen sind derart gering, dass sie -für sich alleine- keine
ausreichende Desinfektionswirkung haben können. Hat DISIFIN seine Wirkung getan, so zerfällt
es in die umweltunschädigenden Stoffe Stickstoff (N2, Teil der Atemluft), Natriumsulfat (Na2SO4
z.B. enthalten in Abführmittel) und Kohlenstoffdioxid (CO2, z.B. in sprudelnden Mineralwasser).

DISIFIN verhält sich wie ein chemischer Akkumulator, der seine Desinfektionswirkung nur
entfaltet bzw. automatisch zur Verfügung stellt, wenn Mikroorganismen vorhanden sind.

Chlordesinfektionsmittel dagegen setzen in wässriger Lösung sofort und kontinuierlich
unterchlorige Säure (HOCl) frei, welche dann die Desinfektionswirkung erbringt. Nachteilig ist
hierbei, dass die Desinfektionswirkung schnell aufgebraucht wird, insbesondere unter Einwirkung
von Sonnenlicht, ausserdem beim Umpumpen. Wegen der damit erzeugten Luftzufuhr sinkt die
Löslichkeit der unterchlorigen Säure und das Chlorgas entweicht unter deutlicher Geruchsbildung.
Chlordesinfektionsmittel sind aus diesen Gründen nicht stabil und müssen daher relativ schnell
nachdosiert werden. Die unterchlorige Säure ist in ihrer Wirkungsweise sehr agressiv gegen
Oberflächenmaterialien und hat einen hohen Eiweissfehler.

Aufgrund der beschriebenen Wirkungsweise und den speziellen Eigenschaften von DISIFIN
ist dieses Mittel mit herkömmlichen Chlordesinfektionsmitteln nicht vergleichbar." Quelle: Raubtieroase.ch


Das Mittel "Disinfin" wird leider nicht mehr hergestellt.
Als Alternative gibt es aber inzwischen Hamalid - der Wirkstoff ist der Gleiche.
Man kann es z.B. beziehen über www.disinfin-shop.de
Bei Happyhorse gibt es das Mittel inzwischen sogar extra für Pferdebesitzer.

Es ist meiner Erfahrung nach das wirksamste und gleichzeitig unschädlichste Mittel auf dem Markt, um Hufinfektionen (Fäule/Pilze, ...) zu bekämpfen. 

 


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