naturhufe

Schnucki

Schnucki

Schnucki ist eine Shetlandponystute, geb. 1982.

Lange Zeit hat sie kleinen Kindern das Reiten beigebracht...

Im Jahr 2007 ist bei ihr Cushing diagnostiziert worden, und seitdem bekommt sie täglich 0,25gr Pergolit.

Sie hat seitdem (und vermutlich auch schon vorher) immer mal wieder leichte bis mittelschwere Reheschübe.
November 2010 bekam sie nach falschem Ausschneiden dann schwerere Rehe, was seitdem auch nicht mehr gut geworden ist.

Es war schon so schlimm, dass mehrfach überlegt worden war, sie zu erlösen.

Bearbeitung am 7. 2. 2011:
ich habe wieder etwas die Zehe gekürzt und auch an der Sohle den Winkel geändert, so dass sie an den Trachten tiefer kommt und das Hufbein wieder besser gestellt ist.
Die Gelenke sind noch auf dem Röntgenbild stark fehlgestellt - zu stark gebeugt.

Bei Rehe wird oft vom Schmied bewusst und absichtlich die Beugesehne entlastet und die Trachte hochgestellt, was allerdings eine völlig falsche Stellung der Gelenke verursacht.

Das Gegenteil muss gemacht werden:
Zehe kürzen, um den Winkel und damit die Hebelwirkung der Zehe beim Abfußen zu verringern und Trachten tiefstellen, um das Hufbein bodenparallel zu bekommen und die Gelenke des Hufes in die richtige Lage zu bringen.





Bearbeitung am 18. 2. 2011:

Wieder ein Sprung in der Heilungsphase...
Da die Hufe nach wie vor sehr stark wachsen, was ich anhand von Fotos der letzten Bearbeitung gesehen hatte, habe ich mich entschlossen, einen radikaleren Schnitt zu machen.
Die Hufe wurden um etwa 1,5 cm gekürzt und auch an den Trachten wieder leicht tiefer genommen.
Man kann gut erkennen, dass das Hufbein wieder ein Stück mehr in die richtige Stellung gekommen ist.
Neue Röntgenbilder sind bereits angefordert...





Auch die Hinterhufe haben eine viel zu lange Form angenommen gehabt, die ich nun deutlich gekürzt habe:

vorher

nachher

Man erkennt gut die hochgeschobene Kronrandgegend im markierten Bereich.
Hier wächst der Huf schneller als an den anderen Stellen, was auch auf eine Entzündung hindeutet.
Wirklich, wenn man dann unten nachsieht, ist die Weiße Linie in diesem Bereich blutig verfärbt.

Auffällig war die unterschiedliche Temperatur der Hufe:
Oben am Kronrand warm bis heiß, Huf warm, untere Bereiche völlig kalt.
Schon direkt nach der Bearbeitung war der Huf nirgends mehr heiß oder kalt, sondern überall gleichmäßig warm.
Ich vermute Hufabszesse...

Beim Kürzen des rechten Vorderhufes kam eine hohle Stelle im Hufhorn im Zehenbereich zum Vorschein, die auf allen Seiten vorher völlig geschlossen war:

auch war die ganze Sohle blutig verfärbt, viele kleine Blutbläschen waren in das Sohlenhorn eingelagert.
Man sieht, Strahl, Hufwand und Sohle sind alle in die Länge gewachsen, der Huf war in der ganzen Höhe ausgefüllt und massiv (bis auf das rätselhafte Loch).
Als ich den Huf jedoch auf die richtige Höhe gekürzt hatte, konnte ich die Sohlenwölbung und auch Strahlform leicht raus"bröseln" und so den ganzen Huf wieder in Form bringen:

Bei den scheinbar frischen Blutungen handelt es sich in Wirklichkeit um älteres Blut, das im Hufhorn eingelagert ist.

Nach dieser Bearbeitung hatte Schnucki einen Tag später hinten links einen sehr heißen Huf und Pulsation.
Danach wurde es besser und sie konnte sogar zu den anderen Ponys auf den Paddock.
Sie wurde sogar beobachtet, wie sie kurz trabte!

Sie ist zwar immer noch sehr schwach, zittert beim Laufen und liegt viel - aber insgesamt verbessert sich ihr Gesamtzustand.
Das Blutbild wurde getestet und war in Ordnung und ihre Magenprobleme wurden auch wieder viel besser...


Vorne links - die Stellung hat sich schon auffallend verbessert:


Die Röntgenbilder:
 28.01.2011
 24.02.2011
 Insgesamt hat sich verbessert:
Der Winkel, in dem das Hufbein zum Boden steht,
die Gelenkspalten sind wieder besser,
Die Winkelung der Gelenke
 
Man beachte auch die viel besser gewordenen Gelenkspalten und die richtigere Stellung der Gelenke...

 28.01.2011


 24.02.2011
 ... und die Hufwand wächst bereits wieder etwas näher am Hufbein nach.
Vorne rechts ist der Huf in einem besseren Zustand, als vorne links...
 14.11.2011
Leider ist bei beiden Vorderhufen bereits ein erheblicher Teil des Hufbeines atrophiert und auch eine Knochenzubildung ist als "Häkchen" zu erkennen.
Die Hufe sind irreparabel geschädigt, sie werden nie wieder "gesund" - aber dank des extrem starken Lebenswillens des kleinen Ponys kann immerhin hoffentlich irgendwann Schmerzfreiheit erreicht werden...

28.4.2011
Schnuckis Hufwachstum hat sich inzwischen fast normalisiert.
Durch die Rehe - Entzündung sind die Hufe vorher alle 2 Wochen etwa um 7mm gewachsen gewesen - das ist nun nicht mehr so und die Hufe entwickeln wieder eine normale Form.

Immer noch kommen an den Vorderhufen nach und nach kleinere Abszesse zum Vorschein, aber die schlimmen sind nun überwunden und Schnucki kann fast immer ohne Probleme mit den anderen Ponys in den Auslaufpaddock gehen.

Juli 2011: Schnucki läuft wieder munter herum. Leider sieht sie nicht mehr so gut, aber sie ist eine sehr selbstbewusste kleine Ponydame, die genau weiß, wo sie hinwill. Sie schafft es sogar wieder, beim Hufemachen davon zu laufen... 


nachmal zum Vergleich die Hufe im Januar 2011...
vorne rechts
vorne rechts...

 

und im Juli 2011
vorne links Juli 2011:
vorne rechts, man sieht den Abszess herauswachsen:
hier auch nochmal. Und kaum noch Einblutungen in der Sohle...

leider hat Schnucki im Sommer noch mal einen Rehe-Schub bekommen, der aber relativ harmlos verlief und nur kurze Zeit an ihrem Verhalten und warmen Hufen erkennbar war. Dennoch hat er die Hufe wieder verformt...

im November 2011
vorne links November2011:
vorne rechts
trotz allem ist Schnucki nun schon lange Zeit in guter Verfassung, frech und lebenslustig:




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